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Vol. 12 Schlangen ev.-ref. (1747-1800, 1840-1875), DVD, (PLZ 331
Product No.: ED0002-VL0012-A01
39.50 EUR

  

DVD contains digitized images in black/white of church register copies of the protestant reformed community of Schlange. 

The zip-code of the community of Schlangen  is Germany  33189.

The registers show entries of birth, marriage, death and confirmation and cover the years from 1744-1800 and 1840-1875. 

Comments to the parish´s history and the social structure of the community in german language only are enclosed.

 

 

For example comment for the birth-register, years 1747-1800, following below: 

 

 

 

 

Die DVD enthält schwarz-weiß Digitalisate von Kirchenbuchduplikaten der evangelisch-reformierten Gemeinde Schlangen( heute PLZ 33189).

Dokumentiert sind Geburts, Heirats, Sterbe- und Konfirmationseinträge der Jahre 1744-1800 und 1840-1875. 

 

Weitere Erläuterungen zu den Kirchenbucheintragungen wurden im Staatsarchiv Nordrhein Westfalen Personenstandsarchiv Detmold erarbeitet.

 

Nachfolgend ein Auszug zu den Erläuterungen zum Kirchenbuchduplikat der Signatur P1ANr.164 (Jahre 1747-1800, Geburten) als Auszug.

 

Signatur

Kerninhalt

Inhalt

Seite

P 1 A

Nr. 164

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

G 1747-1800

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kirchenbuchduplikate der Gemeinde Schlangen

Inhaltsverzeichnis fehlt.

Namensverzeichnisse fehlen.

Geschichte von Gemeinde und Pfarramt fehlt.

 

Pfarrer von Schlangen:

 

Henrich Pfankuchen 1727-1759

Simon Konrad Pfankuchen 1759-1778

[Karl Heinrich] Kapelle 1778-1780

[Emil] Volland 1780-1798

Georg Arnold Barkhausen 1800-1810

 

 

G 05.01.1747--18.12.1800

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3-425

 

 

 

 

Geschichte der Gemeinde/Kirche:

 

Die Gemeinde hat im Zeitalter der Reformation insofern eine Rolle gespielt, als zahlreiche Anhänger der evangelischen Lehre dorthin pilgerten, um am Gottesdienst teilzunehmen und das Abendmahl zu empfangen. Am 5. April und am 13. Mai 1558 wurde am „Thorn to Dinghusen“ bei Ostschlangen zwischen Lippe und Paderborn über die Besetzung der lippischen Pfarren verhandelt.

Viele Unstimmigkeiten gab es in den folgenden Jahrhunderten durch Meinungsverschiedenheiten, ob das Gut Haxthausen zur Kirchengemeinde Schlangen oder Paderborn respektive zu der 1650 gegründeten katholischen Gemeinde Lippspringe gehören sollte. Schon 1543 wollte Henrich von Haxthausen den Einwohnern von Schlangen ihre Kirchengüter nehmen, weil diese von der Familie von Haxthausen an die Kirche vermacht wären. Die Familie von Haxthausen hatte auch in der Kirche ihr Familiengrab und ihren Stuhl. Um 1700 schrieb der Pastor von Schlangen, dass der Vater des jetzigen von Haxthausen die  lutherische Konfession abgelegt und die römische wieder angenommen hat. Er ging seit 1650 nach Lippspringe zur Kirche. Der Streit über die von Haxthausen an die Kirche zu leistenden Präsentationen hat bis 1808 gedauert. Ähnliche Unstimmigkeiten gab es auch wegen des Meierhofes in Dedinghausen. Dagegen wurden das Gut Schönlau und der Kannenhof von Simon VI. aufgekauft und kamen zur Domäne Osterholz. Jahrelang bemühten sich die Dechen vergeblich um das Pachtgeld. Der Kreuzkrug, der 1706 von dem Oberförster Kruse erbaut worden war, blieb trotz Widerspruchs des Pastors von Haustenbeck bei Schlangen. Im Dreißigjährigen Krieg hatte die Gemeinde schwer gelitten, 1621 wurde das Pfarrhaus zerstört, die Kirche war 1650 leer und zahlreiche Wüstungen waren entstanden. Am 30. Juli 1770 schlug der Blitz in den Turm ein. Das Gewölbe der Kirche hatte 1770 durch ein vor Jahren stattgefundenem Erdbeben stark gelitten. 1725 erhielt die Gemeinde ihre erste Orgel, die 1879 durch eine neue ersetzt wurde. Am 30. November wurde sie mit einer Festpredigt des Konsistorialrats Thelemann eingeweiht. Die alte Kirche, die schon 1316 erwähnt wurde, war in ihren ältesten Teilen rein romanisch, der Turm stammte aus der Mitte des 12. Jahrhunderts und das südliche Seitenschiff war laut Inschrift im Jahr 1596 erbaut worden. Sie wurde 1877 bis auf den Turm abgebrochen und nach einem Riss des Baurats Merkel auf Anregung des Pastors Schmidt durch einen stattlichen Neubau ersetzt. Die alte Kirche hatte 390 Sitzplätze, die neue 680.

Das Pfarrhaus wurde 1846 erneuert. Am 18. August 1904 verbrannten 80 Häuser durch ein Feuer. 1701 gab es bei der Küsterei eine Schule. Im Jahr 1847 wurde in Schlangen der um die Kirche liegende Kirchhof geschlossen und neue Friedhöfe in Schlangen und Kohlstädt angelegt.

 

 

Pfarrer:

 

Henrich Pfankuchen, 1727-1759, seit 1719 Gehilfe seines Vorgängers Johann Christoph Varenholz. Er wurde in Trendelburg an der Diemel geboren, studierte in Hirschberg und Rinteln und starb 1759 im Alter von 80 Jahren. Seit 1750 war ihm sein Sohn Simon Konrad Pfankuchen als Gehilfe beigeordnet. Um 1736 hatte er mit dem Pastor Biere eine Differenz wegen der Parochiezugehörigkeit des Kreuzkruges. Pfankuchen stellte fest, dass dieser vor 30 Jahren von dem Oberjäger Kruse von Kohlstädt erbaut worden war und daher zu Schlangen gehöre. 

 

 

Simon Konrad Pfankuchen, 1759-1778, geboren 1734, besuchte die Schule in Detmold und studierte in Harderwijk und war seit 1750 Gehilfe seines Vaters. Er starb ohne Nachkommen am 18. Mai 1778.

 

 

Karl Heinrich Kapelle, 1778-1780, gebürtig aus Horn. Er war vor seiner Berufung nach Detmold Rektor in Schwalenberg. Um 1780 kam er nach Horn. Im Jahr 1817 wurde er in den Ruhestand versetzt, zog nach Bremen zu seinem Sohn, wo er im 86. Lebensjahr am 24. Januar 1831 starb.

 

 

Emil Volland, 1780-1798, vorher Pastor in Sonneborn. Er litt an Dipsomanie (Trunksucht), die ihm verhängnisvoll wurde. Am 23. September 1798 fand eine Kirchenvisitation durch den Generalsuperintendenten Cölln statt. Da er selbst an diesem Tag nicht nüchtern war, wurde er zunächst für drei Monate seines Amtes enthoben. Das bewog ihn zu einem Widerspruch. Es kam zu langen Verhandlungen, die durch seinen Tod 1799 beendet wurden. Die Stelle wurde nun durch einen Vikar Stivarius verwaltet.

 

 

Georg Arnold Barkhausen, 1800-1810, geboren am 14. Mai 1765 in Hannover als Kaufmannssohn. 1799 wurde er Landeskandidat, im gleichen Jahr Lehrer an einer Erziehungsanstalt in Celle, 1793 Konrektor in Detmold. Am 28. Oktober 1795 wurde er zweiter Pastor in Schötmar. 1800 übernahm er die Pfarre in Schlangen, von wo er am 3. Mai 1810 nach Schötmar auf die erste Pfarre zurückkehrte. Er starb am 20. April 1825. Nach seiner Meinung gehörte der Meierhof von Dedinghausen nach Schlangen, das Gut aber zur Kirche in Lippspringe.

 

Informationen nach:

Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, S. 561f., 564f..

 

 

Enthält Einträge aus folgenden Orten:

Kohlstädt, Kohlstädterheide, Nassensand, Oesterholz, Schlangen, Tütgemühle.

 

Wesentlich genannte Standeszugehörigkeit:

Schlangen ist ein Bauerndorf. Es finden sich Einlieger sowie alle landwirtschaftlichen Besitzklassen vom Leibzüchter bis zum Meier.   

 

Wesentlich genannte Berufe/Gewerbe:

Der Großteil der Bevölkerung arbeitete in der eigenen Landwirtschaft. Zusätzlich findet man verschiedene Handwerker, Glaser, einen Küster und einen Leutnant.

 

 

 

Weitere Bemerkungen:  

 

Die Geburtseinträge im Kirchenbuch von Schlangen sind chronologisch und im Fliestext verfasst. Ende 1799 und 1800 in Form einer achtspaltigen Tabelle.

 

G:            Angaben zum Geburtsort / Tag der Geburt / Tag der Taufe / Täufling / Namen des Vaters, ab 1789 Namen der Mutter / Taufzeugen); beim Vater teilweise Angaben zum Beruf und Stand.

 

 

Ergänzende Jahrgänge der Kirchenbücher und Kirchenbuchduplikate von Schlangen befinden sich bei der Kirchengemeinde. Zahlreiche Originalkirchenbücher lippischer Kirchengemeinden sind im Staatsarchiv Detmold deponiert, die zum Teil bis in das Jahr 1611 zurückreichen (Signatur L 112A). Im Staats- und Personenstandsarchiv Detmold  befinden sich die Kirchenbücher und Kirchenbuchduplikate aller reformierten und lutherischen Kirchengemeinden in Lippe vollständig auf Mikrofiches.

 

 

Bearbeiterin: Claudia Klinge, Staats- und Personenstandsarchiv Detmold.


This product has been added on 02.12.2007.